Amerika | Deutsch flag Deutsch (German) | USD flag USD
Banner

How to travel in India? What to do in Delhi, Rajasthan, Punjab or Kerala?

Reiseblogs, Geschichten und Hintergrundinformationen

Indien wird aufgrund seiner farbenprächtigen kulturellen Vielfalt als eigener Kontinent bezeichnet. Indien bietet Städte, Landschaften, religiöse Feste, Traditionen, Saris und köstliches Essen.

Siehe auch:
- Rundreisen in Indien

Paul van Schaik
11-Mrz-2026

Hintergrundinformationen

Hintergrundinformationen

Indien war lange Zeit britische Kolonie und erlangte 1949 nach einem langen und gewaltsamen Kampf die Unabhängigkeit. Statuen von Mahatma Gandhi – der als Symbol des Friedens und der Hoffnung gilt – sind überall zu finden, sogar außerhalb Indiens. Cricket, ein britischer Sport, ist dort fast schon eine Religion und wird rund um die Uhr gespielt. Englisch ist neben der Amtssprache Hindi immer noch eine weit verbreitete Sprache.

Typisch indische Errungenschaften sind Yoga und Ayurveda, die beide gut für die geistige und körperliche Gesundheit sind.

Ab etwa 2025 ist Indien das bevölkerungsreichste Land der Erde und hat seinen Nachbarn China knapp überholt. Die drei größten Metropolen sind Delhi, Mumbai und Kalkutta.

Fast 80 % der Bevölkerung sind Hindus und 15 % Muslime. Nach der Unabhängigkeit wanderten die meisten indischen Muslime nach Pakistan oder Bangladesch aus. Der Buddhismus entstand in Indien, verschwand dort aber fast vollständig und wird heute hauptsächlich in anderen asiatischen Ländern praktiziert.

Viele Inder leben in Armut und von der Hand in den Mund, oft in Slums in der Nähe von Großstädten wie Mumbai. Nicht jeder kann die Schule abschließen. Bettler und Diebstähle sind weit verbreitet. Indiens Eisenbahnsystem zählt wohl zu den schlechtesten der Welt: Alte Stahlzüge erreichen irgendwie ihr Ziel, überfüllt mit Fahrgästen. Eine Indienreise ist ohne eine Fahrt mit einem dieser Züge undenkbar.


Indien ist aber auch das Land hochwertiger, erstklassiger Software, mit Niederlassungen vor allem in Bengaluru und Hyderabad. Mehrere CEOs multinationaler Unternehmen wie Google, YouTube, Microsoft und IBM sind Inder. Indien war zudem die erste asiatische Nation, die mit einem unbemannten Raumschiff die Umlaufbahn des Mars erreichte. Modernität und Fortschritt gehen hier Hand in Hand mit Armut und Tradition.

Es ist unmöglich, ganz Indien in einem kurzen Blogbeitrag zu beschreiben. Daher werde ich über einige Höhepunkte schreiben, die ich während meiner Besuche und Monate dort selbst erlebt habe. Ja, ich werde wieder hinfahren. Indien ist aufgrund des Kulturschocks, der Hygiene, des Essens und der Reisebedingungen kein einfaches Reiseland. Für manche mag Sri Lanka eine leichtere Alternative sein.

Das Goldene Dreieck

Das Goldene Dreieck

Diese etwa 700 km lange Rundreise ist ein Schaufenster der indischen Kultur und kann sowohl mit dem Auto als auch mit dem Zug zurückgelegt werden. Innerhalb einer Woche können Sie drei bedeutende Städte besuchen: Delhi, Agra und Jaipur.

Delhi ist die Hauptstadt und das politische Zentrum Indiens und mit 33 Millionen Einwohnern eine der größten Städte der Welt. Trotzdem lässt sich das Stadtzentrum gut zu Fuß erkunden. Touristen besichtigen das Rote Fort, das India Gate und das Qutab Minar – allesamt beeindruckende Bauwerke mit langer Geschichte. Doch Indien möchte man hier vor allem erleben, zum Beispiel auf Märkten, Basaren, beim Einkaufen und beim Essen. Delhi ist der ideale Ausgangspunkt, um das authentische Indien kennenzulernen.

Agra ist die nächste Station der Rundreise und weltweit bekannt für ein Bauwerk: das Taj Mahal. Dieses Mausoleum aus weißem Marmor ist eine Hommage an Shah Jahans verstorbene Frau und wurde 1632 erbaut. Es zählt offiziell zu den sieben Weltwundern der Moderne und sollte auf jeder Bucket List stehen. Das Agra Fort und das nahegelegene Fatehpur Sikri sind ebenfalls einen Besuch wert.

Jaipur ist die Hauptstadt des farbenprächtigen Bundesstaates Rajasthan. Hier können Sie vielleicht Ihre schönsten Fotos machen. Jaipur ist bekannt für den Palast der Winde im Stadtzentrum sowie den nahegelegenen Amber-Palast, zu dessen Eingang man auf einem Elefanten reiten kann. Mir persönlich gefiel die Stadt besonders wegen der Tierwelt: Elefanten, Kamele, Kühe, Ziegen und Affen. In der Nähe gibt es sogar Naturparks mit wilden Leoparden und Tigern! In Rajasthan können Sie in einem luxuriösen Heritage-Hotel oder Palast übernachten.

Ich persönlich würde Varanasi immer auch in diese Reise einbeziehen und das Goldene Dreieck zu einem Goldenen Rechteck erweitern. Noch besser: Nehmen Sie weitere Orte in Rajasthan (z. B. Jaisalmer, Udaipur, Jodhpur) in Ihre Tour auf.

Mumbai

Mumbai ist mit über 23 Millionen Einwohnern die größte oder zweitgrößte Stadt Indiens und das Finanzzentrum des Landes – ein wahres Wirtschaftszentrum. Mumbai hat die höchste Milliardärsdichte Asiens und gleichzeitig einen der größten Slums der Welt.

Die bekanntesten und markantesten Gebäude der Stadt sind das Gateway of India und das Taj Hotel, beide direkt am Wasser gelegen. Der Bahnhof, eine riesige Halle voller Züge und Menschen, ist ebenfalls ein absolutes Muss.

In dieser gigantischen Stadt gibt es natürlich auch zahlreiche sehr interessante Tempel. Besonders sehenswert sind die über 2000 Jahre alten Elephanta-Höhlen, die dem Hindu-Gott Shiva geweiht sind und etwa 10 km außerhalb von Mumbai liegen.

Mumbai ist außerdem für Bollywood und die vielen hier produzierten Filme bekannt. Die Filmstudios können besichtigt werden.

Punjab und Amritsar

Punjab und Amritsar

Punjab besteht aus einem indischen Teil (Hauptstadt Amritsar) und einem pakistanischen Teil (Hauptstadt Lahore). Mit der Unabhängigkeit wurde der ursprüngliche Staat in der Mitte geteilt.

Der indische Punjab ist ein moderner Bundesstaat mit einer starken Landwirtschaft. Amritsar ist das religiöse Zentrum der Sikhs, und der Goldene Tempel ist das heiligste Gebäude des Sikhismus. Es ist ein beeindruckender Ort. Alle Besucher müssen ihr Haupt bedecken und Respekt erweisen. Die Küche neben dem Tempel ist rekordverdächtig: Täglich werden bis zu 100.000 kostenlose Mahlzeiten in riesigen Töpfen und Pfannen zubereitet. Freiwillige schneiden Kartoffeln, Tomaten und Zwiebeln. Besucher, ob Sikhs oder nicht, können sich hinsetzen und eine kostenlose vegetarische Mahlzeit erhalten. Die Küche im Punjab ist im Allgemeinen vegetarisch und alkoholfrei.

30 km nördlich von Amritsar verläuft die Grenze zu Pakistan, die in einer Stunde mit dem Bus oder im Rahmen einer Tour erreichbar ist. Täglich werden die Flaggen auf beiden Seiten unter Paraden und viel Musik (großen Trommeln) eingeholt. Die Soldaten beider Seiten verstehen es wirklich, ein Spektakel zu veranstalten! Es handelt sich um eine offizielle Grenze, und Sie werden einer Sicherheitskontrolle unterzogen. Nehmen Sie daher so wenig wie möglich mit. Nördlich und östlich von Punjab gelangen Sie in die Himalaya-Region mit Städten wie Shimla, Manali, Leh und Srinagar. Hierfür ist eine gründlichere Vorbereitung erforderlich.

Kerala und die Backwaters

Kerala und die Backwaters

Kerala zählt zu den wohlhabendsten und saubersten Bundesstaaten Indiens. Die Bevölkerung ist hier besser gebildet als anderswo. Bei meinem letzten Besuch fiel mir auf, dass die meisten Frauen in Kochi noch immer traditionelle Saris tragen – ein wunderschöner Anblick, der die indische Kultur einzigartig macht. In anderen Städten sieht man hingegen Jeans und Alltagskleidung. Touristen kennen Kerala vor allem für seine Strände und die Backwaters, ein Kanalsystem direkt hinter der Stadt Alleppey. Hier kann man ein Hausboot oder ein bemanntes Kanu mieten und die Region in Ruhe und Frieden erkunden, mit oder ohne Übernachtung an Bord. Kerala ist außerdem für seine Tee-, Kaffee- und Gewürzplantagen bekannt. Absolut empfehlenswert! Ich selbst habe einige Nächte im Amritapuri Ashram verbracht, dem Zuhause von „Amma“ (einer modernen Heiligen, die jeden umarmt). Menschen aus aller Welt verweilen dort, meditieren, beten und engagieren sich ehrenamtlich für Tage, Wochen oder Monate, meist in Weiß gekleidet. Es ist eine wirklich inspirierende Erfahrung, ganz ohne Verpflichtungen – außer beim Putzen und Kochen zu helfen.

Religiöse Zentren, Varanasi

Religiöse Zentren, Varanasi

Religion spielt in Indien eine sehr wichtige Rolle, ebenso wie das Gebet im Tempel und die Suche nach günstigen Terminen für wichtige Ereignisse wie Hochzeiten. Hinduistische Priester genießen hohes Ansehen und großen Einfluss. Varanasi, auch Benares genannt, ist eine der ältesten Städte der Welt und trägt den Beinamen „Stadt der Tempel“. Varanasi liegt am Ufer des Ganges und ist ein bedeutender Pilgerort für Hindus, Buddhisten und Jains, die im Fluss (auch Mutter Ganges genannt) baden, um sich von ihren Sünden zu reinigen. An den Ghats entlang des Ufers finden auch Einäscherungen und Wasserbestattungen statt. Touristen können mit einem kleinen Boot fahren und diese Rituale vom Wasser aus beobachten und dabei Respekt zeigen. Ein unvergessliches Erlebnis!


Auch Haridwar ist ein leicht erreichbarer Ort, um im Ganges zu baden und sich zu reinigen. Hier ist der Ganges noch sauber, frei von der Verschmutzung durch Fabriken und Abwässer, die andernorts die schlechte Wasserqualität des Flusses kennzeichnen. Haridwar ist ein bedeutendes religiöses Zentrum, in dem sich viele Hindus im Ganges waschen. Bitte zeigen Sie Respekt. Von Haridwar aus erreicht man Rishikesh, die Welthauptstadt des Yoga, bequem mit dem Bus. Dort kann man vor der Kulisse des Himalayas Kajak fahren. Sogar die Beatles kamen nach Rishikesh, um zu meditieren.

Bodh Gaya ist die heiligste buddhistische Stätte weltweit. Siddhartha Gautama erlangte 528 v. Chr. unter dem Bodhi-Baum die Erleuchtung und wurde zum Buddha. Buddhisten aus aller Welt pilgern heute hierher, um zu beten und zu meditieren.

Daramshala in Nordindien, nahe dem Himalaya, ist seit 1960, nach der Flucht vor der chinesischen Besatzung, Sitz der tibetischen Regierung und des Dalai Lama im Exil. Mehrere Tausend Tibeter leben hier inmitten neuer buddhistischer Klöster und Tempel. Der Ort hat sich zu einem Touristenzentrum entwickelt.

Essen

Indisches Essen ist weltberühmt. Indische Restaurants findet man überall. Hindus essen kein Rindfleisch. Muslime essen kein Schweinefleisch. Vegetarische Gerichte sind in Indien weit verbreitet und köstlich, manchmal mit einem Bier, manchmal mit einem Mango-Lassi.

Typische Gerichte sind zum Beispiel:

• Biryani
• Curry
• Thali
• Roti, Naan
• Dosa (Thosai)
• Tandoori
• Butter Chicken
• Tikka Masala
• Alo Gobi
• Samosa

Ich persönlich mag Thalis sehr gern, eine Mischung verschiedener Gerichte in kleinen Portionen, kombiniert mit Reis oder Naan (Brot). Currys können scharf und intensiv sein.

Ich liebe die indische Küche, hatte aber einmal schlimmen Durchfall, weil ich zu viel davon gegessen hatte. Dadurch habe ich neun Kilo abgenommen.