Hintergrundinformationen, Reisen durchs Land
In Italien dreht sich alles um Lebensfreude und Geselligkeit. Familie und das Zusammensein mit anderen Menschen haben einen hohen Stellenwert. Essen und Trinken spielen dabei eine zentrale Rolle. Die italienische Küche wurde 2025 von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt. Italien ist der weltweit größte Weinproduzent. Die italienische Küche bietet weit mehr als Spaghetti, Cannelloni, Cappuccino, Gelato und Pizza.
Italien ist auch die Heimat der Oper mit berühmten Komponisten wie Verdi, Rossini und Puccini. Viele Opern werden auf Italienisch aufgeführt.
Italien ist ein modernes Land mit Internet, guten Straßen und einem gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr. Reisen mit dem Auto sind eine Option, und Wegbeschreibungen sind in der Regel verfügbar (außer auf dem Land). Beachten Sie jedoch, dass es auf den Straßen, auch auf mautpflichtigen, zu Staus kommen kann. Autofahren in Großstädten wie Rom, Mailand oder Florenz kann besonders anstrengend sein: zu viele Autos, dichtes Fahren nebeneinander, kaum Parkplätze und überall Einbahnstraßen. Kein Vergnügen!
Züge sind schnell und komfortabel und stellen eine hervorragende Alternative dar. Natürlich müssen Sie zuerst zum Bahnhof gelangen, aber diese Bahnhöfe sind zentral gelegen. Für einige Fernzüge ist möglicherweise eine Fahrkartenreservierung erforderlich.
Geführte Touren in komfortablen Bussen lösen all diese Probleme. Sie werden täglich von Ihrem Hotel abgeholt und wieder dorthin gebracht. Sie müssen keine Zeit mit der Suche nach Sehenswürdigkeiten oder Restaurants verschwenden. Italienischkenntnisse sind nicht erforderlich. Die meisten Reiseveranstalter bieten Gruppen- oder Privatreisen nach Italien mit einer Dauer von 1, 2, 3 oder 4 Wochen an, entweder ausschließlich in Italien oder in Kombination mit anderen europäischen Ländern.
Hauptstadt Rom und der Vatikan
Rom ist ein absolutes Muss für jeden Italienreisenden. Die Stadt ist reich an Geschichte, die Tausende von Jahren zurückreicht. Bei einem Spaziergang durch Rom begegnet man nicht nur unzähligen Menschen und dem geschäftigen Treiben, sondern spürt an jeder Ecke die Atmosphäre des Römischen Reiches vor fast 2000 Jahren.
Zu den Höhepunkten zählt natürlich das Kolosseum, wo Gladiatoren vor einem riesigen Publikum um ihr Leben kämpften. Auch das Werfen einer Münze in den Trevi-Brunnen für Glück, ein Spaziergang über die Spanische Treppe und ein köstliches italienisches Essen mit einem Glas Chianti auf der Piazza Navona sollten unbedingt auf der Liste stehen. Es gibt so viele schöne Orte in dieser unglaublich geschichtsträchtigen Stadt.
Innerhalb der Grenzen Roms liegt ein völlig unabhängiger Staat: der Vatikanstaat, die Residenz des Papstes und der kleinste Staat der Welt. Verbringen Sie hier unbedingt einen Tag. Der Petersdom, die Sixtinische Kapelle und die Vatikanischen Museen sind absolut sehenswert. Sie können sich mit der Schweizergarde fotografieren lassen und vielleicht sogar an einer feierlichen Messe unter der Leitung des Papstes teilnehmen.
Norditalien, Mailand und die Bergseen
Norditalien ist der wohlhabendere und touristischste Teil des Landes. Hier befindet sich Mailand, die Modehauptstadt mit Attraktionen wie dem Dom, Kunstgalerien und Fußball (der „anderen“ italienischen Religion). Unweit nördlich von Mailand liegt die Seenlandschaft mit dem Gardasee, dem größten See. Seine Lage in den Südalpen ist wunderschön. Noch weiter nördlich, im deutschsprachigen Teil Italiens, erheben sich die berühmten Dolomiten.
Das romantische, aber stark touristisch frequentierte Venedig ist definitiv einen Besuch wert. Bedenken Sie jedoch, dass es hier deutlich mehr Touristen als Einwohner gibt. Eine Gondelfahrt mag idyllisch erscheinen, doch zu viele Besucher können auf den malerischen Kanälen zu Staus führen. Der Massentourismus ist allgegenwärtig.
Verona liegt ebenfalls im Norden, ist aber weniger bekannt. Hier erwarten Sie zwei Hauptattraktionen: Zum einen die wunderschöne Arena (ähnlich dem Kolosseum), in der Opern und Konzerte unter freiem Himmel stattfinden, und zum anderen Julias Balkon, wo Romeo unaufhörlich singt und Rosen verteilt.
Toskana, Florenz, Siena und Cinque Terre
Die Toskana ist eine wunderschöne Weinregion mit romantischen Städten, sanften Hügeln, prächtigen Anwesen und heißen Quellen. Die Region diente bereits als Kulisse für zahlreiche Filme und scheint ein traumhafter Ort zum Leben zu sein. Es gibt viele Reiseziele, aber ich möchte hier nur einige wenige erwähnen.
Florenz (Firenze) ist die Hauptstadt und bekannt für ihre Geschichte und ihre berühmten Persönlichkeiten, Schöpfer, Denker und Entdecker: die Medici, Leonardo da Vinci, Michelangelo, Galilei, Amerigo Vespucci (der Amerika seinen Namen gab), Machiavelli und Dante. Sie alle werden in den Uffizien geehrt, die sich unweit der berühmten Ponte Vecchio befinden. Der Florentiner Dom ist eine weitere Sehenswürdigkeit, die man unbedingt besuchen sollte.
Das historische Siena ist eine Stadt, die sich um den zentralen Platz, die Piazza del Campo, erstreckt, auf der jährlich Pferderennen stattfinden. Siena ist eine meiner Lieblingsstädte, obwohl ich mit meinem Mietwagen hier mehrere Strafzettel wegen Falschparkens und Fahrens bekommen habe (drei in nur 30 Minuten!). Die älteste Bank der Welt, gegründet 1472, befindet sich ebenfalls hier.
Cinque Terre ist bekannt für seine fünf Küstendörfer („Cinque“). Sie sind wunderschön und bieten unzählige Fotomotive. An einem langen Tag kann man sie alle zu Fuß erkunden oder mit dem Zug verbinden. Autos sind unpraktisch, da man nirgends parken kann und ohnehin zu Fuß unterwegs ist. Auch Pisa mit seinem berühmten Schiefen Turm ist nicht weit entfernt.
Süditalien, Neapel, Amalfiküste und Sizilien
Süditalien, südlich von Rom, ist der wärmere, trockenere und ärmere Teil des Landes. Auch hier gibt es viel zu entdecken.
Neapel ist die größte Stadt im Süden. Sie gilt als Geburtsort der Pizza, wobei Margherita (benannt nach der Königin) und Napolitano heute die bekanntesten Sorten sind.
Der Vesuv, der Pompeji im Jahr 79 n. Chr. zerstörte, liegt südlich von Neapel. Man kann dort Steinfiguren finden, die von der Asche bedeckt sind. Die Region um Neapel (bis hin nach Sizilien) ist nach wie vor seismisch aktiv, sowohl über als auch unter Wasser. Eines Tages, irgendwann in der Zukunft, wird er wieder ausbrechen.
Die Amalfiküste, eine berühmte Küstenregion mit kleinen Dörfern an den Hängen, sowie die Inseln Capri und Ischia liegen in der Nähe. Sie ähnelt sehr den Cinque Terre im Norden, abgesehen von der durchgehenden Straße.
Weiter südlich, im Absatz des italienischen Stiefels, findet man verborgene Schätze wie Matera, Alberobello und Lecce. Zum Glück sind Fotos heutzutage alle digital, denn Ihre Kamera klickt unaufhörlich.
Die Insel Sizilien ist die letzte Station Italiens – und eine ganz besondere. Ein ehemaliger Kollege sagte mir immer, er käme aus Sizilien, nicht aus Italien. Sizilien ist (immer noch) eine Insel, die man nur mit dem Flugzeug oder Schiff erreichen kann. Sie blickt auf eine lange Geschichte zurück, in der Griechen, Römer, Araber und Normannen eine Rolle spielten. Zu den Hauptattraktionen zählen die Hauptstadt Palermo, Syrakus, das Tal der Tempel (Agrigent) und der Ätna, Europas aktivster Vulkan. Auch der Vulkan „Volcano“ befindet sich hier. Sizilien hat seine eigene Küche und war einst die Heimat der berüchtigten Mafia.
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